Projekt Gundermann

Eine musikalische Biographie über Gerhard Gundermann

Das Team der Seefelder Mühle freut sich über die Kooperation mit der Theaterpädagogin der Zinzendorfschule Tossens, Connie Howell. Sie hat ein Musiktheaterstück über das Leben des Liedermachers Gerhard Gundermann inszeniert, das jetzt auch an der Seefelder Mühle zu sehen und zu hören sein wird. Es ist ihr geglückt, mit Butjadinger Musikern, Sängern und Schauspielern, die durch ein ganz besonders gelungenes Zusammenspiel und hervorragende Einzelleistungen überzeugen, eine wirkliche einmalige Produktion mit regionalen Künstlern auf die Bühne zu bringen. Wer dieses Musiktheater in Tossens bzw. Nordenham versäumt hat, sollte sich die open-air-Aufführung in Seefeld nicht entgehen lassen.

Ganz besonders freut es uns, dass einige unserer Mitarbeiter, die sonst oft nur im Verborgenen agieren, mit diesem Stück als Akteure auf der Bühne zu sehen sein werden: Lukas Mendelsohn (der sonst bei uEnsemblens Licht- und Tontechnik übernimmt) und Bo Howell und Bernadette Wildegger, die als Theaterpädagogen für unsere Jugendtheatergruppe agieren.

Um diesem außerordentlichen Ereignis beiwohnen zu können, haben sich auch Besucher aus Berlin angekündigt. Langjährige Weggefährten wie der Regisseur der beiden Dokumentationsfilme über das Leben Gundermanns, Richard Engel und seine Frau, und die Ehefrau von Gerhard Gundermann werden zu Gast in der Seefelder Mühle sein.

Gerhard Gundermann, der Liedermacher aus der Lausitz, wurde 1955 in Weimar geboren. Nach dem Abitur in Hoyerswerda, ging er an die NVA-Offiziersschule in Löbau. Das Studium endete mit seiner Exmatrikulation 1975. Zunächst arbeitete er als Hilfsarbeiter im Tagebau, später ließ sich zum Baggerführer ausbilden. Nach der Schließung der Zeche, begann er eine Tischlerlehre. Doch im Grunde seines Herzens blieb er immer Baggerführer. Er trat der SED bei, wurde jedoch wieder aus der Partei ausgeschlossen. Er war für das Ministerium für Staatssicherheit tätig, wurde aber auch selbst bespitzelt.

Er heiratete, schrieb das Kindermusical „Malvina“ und veröffentlichte mehrere Alben. Sein Leben: Von der Bühne zur Schicht und von der Schicht auf die Bühne. Er lebte von der Arbeit, aber für die Kunst. Er sang über das Leben und den Tod, Umwelt und Politik, über Arbeit und Arbeitslosigkeit. Er sang über den Alltag. Völlig unerwartet starb Gundermann am 21. Juni 1998 in Spreetal. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7925922.html

Mit „Projekt Gundermann“ soll „Gundis“ Geschichte erzählt werden. In einzelnen Spielszenen und mit seiner außergewöhnlichen Musik soll ein Stück deutsche Geschichte wiedergegeben werden, die so eng mit seinem Leben verknüpft ist, wie es einem Baggerführer aus der Lausitz nur möglich ist.

Regie, Zusammenstellung, Dramaturgie und Leitung:

Connie Howell

Mitwirkende:

Alena Hauske: Flöte, Tin Wistle, Gesang, Spiel

Beate Hermenau: Geige, Gesang, Spiel

Bo Howell: Gitarre, Gesang, Spiel

Hans: Gitarre, Akkordeon, Gesang, Spiel

Miriam Mendelsohn: Bass, Gesang, Spiel

Lukas Mendelsohn: Schlagzeug, Spiel

Sophie Sam Winter: Gitarre, Gesang, Spiel

Bernadette Wildegger: Gesang, Spiel

 

Tontechnik: Tabea Meiners

Maske: Tjara und Tjade Memenga, Lea Schneider

 

 

Termin: Freitag, 17. Juni 2016

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Ort:  Seefelder Mühle

Eintritt: 12 Euro

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