Der Verein

Selbstdarstellung des Kulturzentrums Seefelder Mühle e.V.

Art und Lage der Einrichtung
Der Verein „Seefelder Mühle“ nutzt seit 1987 die Seefelder Windmühle mit Nebengebäuden (Baujahr 1875) als Zentrum für ländliche Kulturarbeit. Eigentümerin der Gebäude und des Außengeländes ist die Gemeinde Stadland im Landkreis Wesermarsch, der sich nördlich von Bremen und Oldenburg zwischen Weser und Jadebusen bis zur Nordsee erstreckt. Der Landkreis hat 94.000, die Gemeinde 8.000 und das Dorf Seefeld mit den dazugehörigen Bauernschaften 1.500 Einwohner.

Mitglieder und Beschäftigte
Der Mühlenverein hat einen unbefristeten Nutzungsvertrag mit der Gemeinde Stadland und verfügt über 230 Mitglieder (1/3 aus dem Dorf, 1/3 aus den Nachbargemeinden bzw. –städten und 1/3 aus größerer Entfernung). Die Kulturarbeit, die Verwaltung und die Pflege der Gebäude und Anlagen werden vorrangig mit ehrenamtlichen Kräften organisiert (20 aktive Vereinsmitglieder), in der Gastronomie und im Mühlenladen arbeiten 9 Frauen auf Honorarbasis. Seit dem 01.09.2013 gibt es eine 20-Std.Teilzeitstelle für eine Veranstaltungskauffrau und eine 25-Std.Teilzeitstelle für die Geschäftsführung, die im Rahmen einer Strukturförderung vom Land Niedersachsen, dem Landkreis Wesermarsch und der Gemeinde Stadland finanziert werden. Diese Strukturförderung kann bei entsprechender Evaluation max. für einen Zeitraum von 3 Jahren verlängert werden. Im September 2014 hat eine FSJlerin/Kultur angefangen bei uns zu lernen und zu arbeiten

Finanzierung
Die Finanzierung des gesamten Programmes mit ca. 120 Veranstaltungen im Jahr erfolgt über:
– Veranstaltungseinnahmen
– Mitgliedsbeiträge und Spenden
– Zuschüsse der Gemeinde Stadland (2.000 EUR jährlich für das Kulturprogramm, 6.000 Euro Personalkosten und mietfreie Nutzung der Räumlichkeiten incl. Übernahme der Nebenkosten)
– Projekt-, Investitions- und Baumittel des Landes Niedersachsen, dazu jeweils Drittmittel der Gemeinde, des Landkreises, anderer Förderer und Eigenleistungen
– Gewinne aus dem gastronomischen Bereich und dem Mühlenladen

Besucher und lokale, regionale und überregionale Bedeutung
Im Jahr nehmen ca. 25.000 Besucher die unterschiedlichen Angebote der Seefelder Mühle wahr, dazu kommen noch zahlreiche Cafégäste. Im offenen Bereich sind es vorrangig Dorfbewohner bzw. Menschen aus den umliegenden Dörfern und Kleinstädten. Bei den Kulturveranstaltungen reicht der Einzugsbereich bis Oldenburg, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen (zwischen 45 und 80 km entfernt); seit der Öffnung des Wesertunnels kommen auch vermehrt Besucher aus dem Landkreis Cuxhaven. Da wir am Rande des Nordseeferiengebietes Butjadingen liegen, hat die Mühle nicht nur in den Sommermonaten regen Zulauf von Touristen.

Programmprofil
Die Kulturarbeit des Vereins lässt sich in folgenden Bereichen ansiedeln:
-Abendveranstaltungen (Konzerte, Theater, Lesungen, Kino, Vorträge)
-Kinderkulturprogramm (Kino, Musik, Theater, Flohmarkt, work-shops)
-Ausstellungen (Kunst, Photo, Kunsthandwerk)
– artist-in-residence (2014: Lichtkunst, 2015: vorausssichtlich Medienkunst)
-Märkte und Feste (Landfrauenmarkt, Mühlen- und Denkmalstag, Tag der Regionen)
-Soziokulturelle Projekte (künstlerische Auseinandersetzung mit historischen, aktuellen und/oder
regionalen Themen unter Einbeziehung der Dorfbevölkerung)
-workshops (Bildhauerei, Malen, Kreatives Schreiben, Textiles Gestalten, etc.)
-Gruppentreffen ( Theater, Chor, Spinnen, Spieleabend, Bouletreff, Bürger- oder politische
Initiativen, Vereine)
-Angebote für Touristen (Mühlenführungen, Mahl- und Backtage, Mitmachangebote für Kinder u.a.)
-Mühlenladen (regionale Produkte aus Landwirtschaft und Kunsthandwerk)

Zusätzliche Angebote gibt es durch das von April bis November täglich, im Winter nur am Wochenende geöffnete Café, die jeweils gleichzeitig geöffnete Mühle mit mindestens 6mal im Jahr wechselnden Kunstausstellungen, die Nutzung der Räumlichkeiten für Feste und das Angebot für standesamtliche Trauungen in der Mühle; außerdem garantieren die 7 ausgebildeten, freiwilligen Müller im Verein die Pflege und Vorführung des Baudenkmales.