„Erstöberte Schätze“

29.01.2022    Was macht das Kulturzentrum in Coronazeiten, wenn keine Ausstellungseröffnungen unter annehmbaren Bedingungen möglich sind? Es wird kreativ – und improvisiert.
Meike Janßen, künstlerische Beraterin und Ausstellungsleiterin und Cornelia Iber-Rebentisch,  2. Vorsitzende, haben im Fundus des Kulturvereins und auch in ihren Privatbeständen gestöbert und viele Schätze mit dem Motiv der Seefelder Mühle zutage gefördert. Aus den Jahren 1988 bis 2019 gibt es eine überraschende Auswahl.

 

Gerd Bromme – Seefelder Mühle              

 

Von 1988 stammt Gerd Brommes bekannte Radierung der Seefelder Mühle, die es auch als Postkarte zu erwerben gibt. Mit feinem Bleistift zeichnete Max G. Hartmann 1996 bei einem mehrtägigen Aufenthalt in der Mühle ihr hölzernes Innenleben. Eine Radierung des Oldenburger Künstlers Herbert Buß aus dem Jahr 2009 hängt neben einer Bleistiftzeichnung von Udo Brüning, Preisträger unseres Wettbewerbs „Mühle-Mill-Moulin“ 2007. 1996 installierte und fotografierte der Berliner Manfred Gillwald seine Windplastiken auf der Wiese vor der Mühle.

 

 

 

Helmut Wahmhoff – Milo Barus

Luminografien, also Lichtzeichnungen von der Mühle, hinterließ Adriana Vrhel, FSJ Kultur 2018, und aus dem Jahr 2003 stammt die farbige Acrylmalerei von Ulrich Ostermann, der am Workshop „Die Mühle lebt“ teilnahm und den „König“, die Antriebswelle der Mühle, porträtierte. Die „Kraft des Windes“, symbolisiert durch Windrad und Windmühle, findet sich in einer Pastellzeichnung der in den 90er Jahren häufig in Butjadingen weilenden Künstlerin Vera Zamurovic. Mit kräftigen Acrylfarben malte Helmut Wahmhoff 2019 den in Seefeld bekannten ehemaligen Einwohner Milo Barus: Der drei Mal zum stärksten Mann der Welt gekürte ausgebildete Müllergeselle trägt auf seinen Schultern einen Mühlstein. Vom Mühlstein zum Sandstein: Der für seine Workshops in Seefeld und darüber hinaus bekannte Bildhauer Ivo Gohsmann verewigte die Mühle 2006 in einer kleinen Skulptur.

 

           Udo Brüning – Seefelder Mühle

 

 

 

 

 

 

 

Meike Janßen, die der Seefelder Mühle von Anfang an mit ihrer künstlerischen Expertise zur Seite stand und neben vielen Workshops auch so erfolgreiche Projekte wie „Lasst doch die Kirche im Dorf“, den „begehbaren Adventskalender“ oder „Food&Fun“ konzipierte, steuert selbst drei Arbeiten bei:

Die Assemblage „Pfeife des Müllers“, das collagierte Motiv der Einladungskarte zur Caféeröffnung 1995 und ein Acrylgemälde mit dem Titel „Cornelia & die Mühle“ aus dem Jahr 1997.

Beim Hängen der Bilder im Café, bei dem Marie Engelmann als aktuelle FSJlerin tatkräftig und kompetent unterstützte, erwachten viele Erinnerungen an die erfolgreiche Ausstellungstätigkeit in über 30 Jahren Kulturarbeit der Seefelder Mühle. Die Initiatorinnen hoffen, dass es dem ein oder anderen Cafégast in den kommenden sechs Wochen ähnlich geht.

Kaffee und Kuchen oder ein regionales Frühstück (Samstags von 14-18 Uhr oder Sonntags von 10-18 Uhr) schmecken beim Kunstgenuss sicherlich noch einmal so gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

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